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LesArt

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Berliner Zentrum für
Kinder- und Jugendliteratur

PROJEKTE

Aktuelle Projekte

Die LesArtigen – Jugendjury des DJLP 2026, 2027 und 2028


Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat auf Vorschlag des Arbeitskreises für Jugendliteratur den Leseclub Die LesArtigen in die Jugendjury des Deutschen Jugendliteraturpreises 2026 berufen.

Seit 2003 gehört zur Jury des DJLP eine Jugendjury, die sich bundesweit aus sechs Leseclubs zusammensetzt. Nach einer knapp dreijährigen Pause sind die LesArtigen nun wieder Teil dieser Jury. Die Jugendlichen prüfen rund 250 Neuerscheinungen pro Jahr, um das ihrer Meinung nach beste Jugendbuch zu finden. Dieses nominieren sie im Rahmen der Leipziger Buchmesse im März 2026 in der Sparte  „Preis der Jugendjury“.  Nach intensiven Diskussionen über die sechs nominierten Bücher wird mithilfe eines Punktesystems das Preisbuch gekürt, welches auf der Frankfurter Buchmesse 2026 prämiert wird.

Das aus Bundesmitteln geförderte Projekt erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis für Jugendliteratur e. V. und wird im Auftrag von LesArt von Sylvia Habermann und Anna Sophie Keil begleitet.

LesArt wünscht den LesArtigen viel Erfolg bei der Arbeit und eine inspirierende Zeit in der Jury.

Die LesArtigen nominierten 2026 den Roman Badjens von Delphine Minoui (Orlanda Verl.).


Jurybegründung


Das persische Wort „Badjens“ bedeutet „nicht akzeptabel“, übersetzt aus dem Alltagspersischen auch „schelmisch“ oder „aufmüpfig“. Zahra ist nicht Zahra, sie ist „Badjens“.

Es ist die Geschichte eines Mädchens im Iran, die Geschichte einer Rebellion. Eine Rebellion, die im Zimmer des Mädchens online beginnt und ihren Höhepunkt auf einer Demonstration gegen das frauenfeindliche System findet: „Frau, Leben, Freiheit.“ Inmitten der aufgebrachten Menge steigt Badjens auf einen Müllcontainer. Ihr Ziel: Das ihr aufgezwungene Kopftuch zu verbrennen. In diesem Moment sieht sie ihr Leben vor ihrem inneren Auge vorbeiziehen. Es ist ein Leben, das für ihren Vater bereits mit einer schlechten Nachricht begann: ihrer Geburt, der Geburt eines Mädchens. Es ist ein Leben, das geprägt ist vom Kampf um freie Selbstentfaltung und darum, Erfahrungen machen zu können, die für das Erwachsenwerden wesentlich sind.

Aktueller denn je berührt der Roman von Delphine Minoui in der Übersetzung von Astrid Bührle-Gallet mit erschütternder Ehrlichkeit und einem mitreißenden Schreibstil. Durch die komplexen Beziehungen der Protagonistin zu ihren Eltern, zu Internet-Kontakten und Freundinnen wird ihre Perspektive eindrucksvoll dargestellt. Mit seiner poetischen Sprache bleibt der Roman auch nach seinem Ende noch im Kopf und regt zum Nachdenken und zu Gesprächen an.

Logo: Literanauten

Die Literanauten


Seit 2022 agieren die Jugendlichen der
LesArtigen als Literanauten. Sie lesen aktuelle Jugendbücher, tauschen sich darüber aus und empfehlen diese anderen Jugendlichen.
Unterstützt werden sie derzeit von Sylvia Habermann und Anna Sophie Keil.

Die Literanauten sind ein bundesweites Leseförderungsprojekt, das auf dem Peer-to-Peer-Ansatz beruht und zum Ziel hat, mehr Kinder und Jugendliche für Bücher zu begeistern. Es wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die PwC-Stiftung und die Waldemar-Bonsels-Stiftung.

Das Projekt richtet sich an Jugendliche ab 13 und findet in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis für Jugendliteratur e. V., Projekt Literanauten statt.

Dier LesArtigen 2026 auf der Leipziger Buchmesse.

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