LesArt als Kunstlabor Literatur

Das Projekt

In den letzten Jahren wurden in verschiedenen Einzel- und Modellprojekten wichtige Erfahrungen gesammelt, wie gute kulturelle Bildung in Schule gelingen kann. Diese wertvollen Erkenntnisse an Lehrer*innen, Künstler*innen und Kulturpartner*innen weiterzugeben und somit Kunst und Kultur für viele Kinder und Jugendliche in ihrem Schulalltag erfahrbar zu machen, ist Ziel des Projektes Kunstlabore. An dessen Realisierung arbeiten seit 2015/16 fünf ausgewählte und erfahrene Einrichtungen der kulturellen Bildung.  

Die Partner

Kunstlabore ist ein Projekt der MUTIK gGmbH, gefördert durch die  Stiftung Mercator.

Kunstlabore besteht aus fünf spartenspezifischen Laboren, für die jeweils ein qualifizierter Partner verantwortlich ist:

Kunstlabor Bildende Kunst Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, Alfter b. Bonn
Kunstlabor Literatur – LesArt, Berliner Zentrum für Kinder- und Jugendliteratur, Berlin
Kunstlabor Musik – Zukunftslabor der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen
Kunstlabor Tanz – TanzZeit e.V., Berlin
Kunstlabor Theater – TUSCH, Theater und Schule, Hamburg

Der Prozess

Die fünf Kunstlabore überprüfen ihre eigene künstlerische Praxis und  diskutieren, welche Formate und Methoden für den Transfer in Schule geeignet sind.

Für Kunstlabor Literatur entwickelte, prüfte und erweiterte LesArt seit September 2015 Konzepte (theoretische Grundlagen und praktische Durchführung) für über 60 literarische Veranstaltungen zu ausgezeichneten Kinder- und Jugendbüchern. Die Veranstaltungen fanden in Zusammenarbeit mit drei Berliner Projektklassen unterschiedlicher Altersstufen aus der Grundschule am Kollwitzplatz (Willkommensklasse), der Arnold-Zweig-Grundschule und der Jean-Krämer-Schule statt.

Aus den in der ersten Prozessstufe gewonnen Erkenntnissen und Erfahrungen entwickeln die Labore Transfermaterialien für Theorie und Praxis, welche in Zusammenarbeit mit weiteren Schüler*innen, Künstler*innen, Lehrer*innen und Schulleiter*innen auf Unterrichtstauglichkeit getestet werden. 

Für den Transfer arbeitet Kunstlabor Literatur mit Lehrer*innen der Oberschule an der Helgolander Straße (Bremen), der Grundschule „Am Hechtpark“ (Dresden) und der Grundschule im Blumenviertel (Berlin) zusammen. Deren Reflexionen  fließen in die Überarbeitung der Materialien ein.

In regelmäßigen Netzwerktreffen aller Labore werden Erfahrungen ausgetauscht, Haltungen und Ziele diskutiert sowie Ideen und Ergebnisse mit den Anforderungen künstlerischer Praxis und des Schulalltags abgeglichen.

Kunstlabor Literatur führte regelmäßige Arbeitsgruppentreffen mit den Lehrer*innen der Berliner Projektklassen und der Transferschulen durch, um Ergebnisse aus Hospitationen, teilnehmenden Beobachtungen, Selbstreflexionen und Interviews festzuhalten. Ergänzt wurden diese Treffen durch die Diskussion von Begriffen wie Perspektivwechsel, Rollenverständnis, Lernziele, Kompetenzen sowie Lehr- und Lernmaterialien.    

Das Ergebnis

Ab  2019 stellen die Kunstlabore ihre Ergebnisse spartenspezifisch auf einer Website allen Interessierten unentgeltlich zur Verfügung.  Dort  werden anregende Ideen, Formate und Methoden kultureller Bildung so dargestellt, dass sie von Lehrer*innen und Künstler*innen aufgenommen und selbstständig im schulischen Alltag angewendet werden können.

In Form digitaler Erzählungen stellt Kunstlabor Literatur auf der Website Konzeption und Durchführung fünf ausgewählter Veranstaltungen vor. So erfahren Lehrer*innen durch das Format der Stationenreise, wie sich eine Schulklasse zwanzig ausgewählten Büchern an einem Vormittag nähert. Die anderen digitale Erzählungen präsentieren Vermittlungsideen zu folgenden Büchern: „Die ganze Welt“ (Gerstenberg Verlag) von Katy Couprie und Antonin Louchard, „Der Träumer“ (Aladin Verlag) von Pam Muñoz Ryan und Peter Sís, „Tschick“ (Rowohlt Verlag) von Wolfgang Herrndorf und „Ununterbrochen schwimmt im Meer der Hinundhering hin und her“ (cbj) herausgegeben von Uwe-Michael Gutzschhahn, illustriert von Sabine Wilharm. 

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