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Die Stadt ist groß
Literarischer Schauplatz Berlin
Klaus Kordon, Peter Schimmel: Die Lisa
Buch: Klaus Kordon, Ill. von Peter Schimmel, Beltz Verlag 2002, 44 S., ab 7
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Inhalt
Das Buch von Klaus Kordon (Text) und Peter Schimmel (Illustration) hat den
programmatischen Untertitel »Ein Leben«. Die Lisa wird 1900 in Berlin geboren
und sie erlebt ein Jahrhundert deutscher Geschichte vom Ersten Weltkrieg bis zum
Mauerfall. Alle »großen« Ereignisse haben ihre Auswirkungen auch auf Lisas
Familie und ihre Nachbarn. Die Männer werden arbeitslos oder als Soldaten
eingezogen, die befreundete jüdische Familie wird vertrieben. Im Krieg
verbringen die Hausbewohner die Bombennächte im Keller, sie erleben die Teilung
der Stadt und müssen erleben, wie am Ende der Straße eine Mauer zwischen Ost und
West gebaut wird. Schließlich lebt die 90jährige nur noch mit ihren Erinnerungen
im Haus Nr. 10 und bekommt manchmal Besuch von den türkischen Kindern, die
zeitweise im gleichen Haus gewohnt haben.
Die großflächigen Aquarelle von Peter Schimmel versuchen so viel wie möglich an
Bildassoziationen zur deutschen Geschichte einzufangen, z.B. verändert sich das
Haus Nr. 10 aufgrund von Umbauten und Kriegszerstörungen, und auch die
Straßenschilder (Wiesenweg, Feldherrenstr., Adolf-Hitler-Str., Dietrich-
Bonhoeffer-Weg...) werden mehrfach ausgewechselt. Es gibt viel zu sehen und zu
entdecken rund um das Haus und die Personen, die auch im Altern noch erkennbar bleiben.
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Veranstaltungskonzept: Die Idee
Der scheinbar einfache Text von Klaus Kordon erinnert an den Erzählgestus eines
Zeitzeugen. Er eignet sich darum sehr gut als erste Annäherung oder als
zeitraffenden Überblick. In der Veranstaltung wird anfangs nur mit dem Text
gearbeitet. Die Teilnehmer fügen ihn vorlesend chronologisch zusammen. Davon
ausgehend denken sie über Illustrationsmöglichkeiten nach. Welche Bilder tragen
dazu bei, die Geschichte anschaulich zu machen? Welche Bildassoziationen werden
geweckt, wenn von Krieg, Revolution oder Wirtschaftswunder gesprochen wird? Die
Gruppe schlägt Illustrationen vor oder skizziert Szenen nach Art eines
storyboards. Dann werden diese Ideen mit den Illustrationen des Buches
verglichen. Je genauer die Beobachtungen sind, desto mehr Details können zusammengetragen werden.
Ausgangspunkt für einen literarischen Spaziergang ist dann die Frage: Welche
Orte könnte Lisa ihren Enkeln zeigen, welche an ihre Lebensgeschichte erinnern?
Welche Orte in der Umgebung sind im Vergleich zu Text und Bildern aufzusuchen?
Wo zeigt sich deutsche Geschichte vor Ort?
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Dokumentation
Bitte klicken Sie auf die Bilder
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